4. Februar 2012

DAX zum Wochenabschluss im Chartcheck

Den Anfang machen wir wie gewohnt mit dem Tageschart auf 3-Monatsbasis. Diese Zeitperiode ist speziell für kurzfristig orientierte Trader interessant, da sich relativ häufig Signale und Formationen ergeben, die sich leicht traden lassen.

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Der wichtige Sprung über die 5.000er Marke wurde diese Woche gleich zu Anfang geschafft und vollzog im gleichen Zug mit einer atemberaubenden Rallye ein neues 3-Monatshoch. Die 5.200 war zum greifen nahe, blieb uns jedoch bis zum Wochenende verwehrt. In unserer gestrigen Börsenbriefausgabe sprach ich von einem absoluten Wunschszenario für den Wochenabschluss.  Die Rede war von einem Sprint auf ein neues Hoch und die damit folgende Bestätigung für den laufend kurzfristigen Trend. Zwar hatten wir heute noch einmal einen schönen Versuch unternommen um unser Ziel zu erreichen, doch die Verkäuferseite
hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und den Index zurück ins defensive Mittelfeld gedrückt.

Kurzfristiger Ausblick & Einschätzung:

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Wir kriechen nun seit Anfang Mai an der unteren Parallele des Trendkanals langsam gen Norden, können aber nicht wirklich Land gut machen.
Ich denke jedoch, dass es sich um eine kurze „Auszeit“ handelt, bevor es zu einem Ausbruch und anschließenden Test der oberen Parallele kommt (Vgl. Szenario Mrz. – Mai). Brechen wir durch den aktuell noch sehr stabilen Trend nach unten ab, besteht kein Grund zur Panik. Erst bei Erreichen des „Basis-Niveaus“ sollten wir unsere Strategie überdenken und handeln. Unsere Leser, die uns schon seit mehreren Jahren lesen wissen, dass wir uns in unseren Analysen und Einschätzung primär auf charttechnische Gegebenheiten konzentrieren und den fundamentalen Aspekt aufgrund seiner uneinschätzbaren  Natur nur begrenzt „zu Rate“ ziehen. Nun, auch dem letzten Kritiker der dürfte allmählich der Boden unter den Füßen butterweich werden, in Anbetracht der wirklich soliden Einschätzung
unseres Hauses. Ehrlich gestanden war es speziell in den letzten drei Wochen nicht sonderlich schwierig eine überwiegend treffende Interpretation aus den Märkten zu ziehen, denn die Dynamik tat ihr bestes um die Bullen auf der Spur zu halten.

Die Lage hatte sich jedoch von Woche zu Woche und letzten Endes von Tag zu Tag immer mehr zugespitzt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Keil, bestehend aus dem kurzfristigen Aufwärts- und dem mittelfristigen Abwärtstrend begann den 30 unter Druck zu setzen und das ausgerechnet an einem wirklich
entscheidenden Scheideweg – der oberen Trendparallele.
Anfang der Woche haben wir dann noch einmal alles mobilisiert, was es zu mobilisieren gab und schafften den Sprung über die Parallele. Jetzt ist es ganz wichtig, dass wir die Fahrt für die nächsten zwei bis drei Wochen beibehalten und den Ausbruch bestätigen. Kommt es zu einem Rückfall an die Parallele oder gar zu einem Bruch in den alten Verlauf, wäre der Ausbruch als Fehlsignal zu interpretieren und generiert ein mehr oder minder starkes Verkaufssignal auf mittelfristiger Basis.
Bleiben wir aber bei ersterem Szenario: Gelingt die Bestätigung, wäre der Weg in Richtung 5.800 Zähler für erste geebnet.

Fazit:

Positionstrader können erste Long-Positionen aufbauen und diese vorerst knapp unterhalb der oberen Abwärtstrendparallele in Form eines Stopp Loss absichern. Wir warten zwar noch auf eine endgültige Bestätigung des Trends, doch kann davon ausgegangen werden, dass diese nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Daytrader sollten auf jedem Fall dem Trend treu bleiben und nur Signale traden, die auf der Long Seite erscheinen.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen ein schönes Wochenende.

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