Die 4.000er Marke konnte in dieser Woche nicht wieder zurückerobert werden – der Bruch wurde hingegen nachhaltig bestätigt und mobilisiert dadurch zusätzliche Kräfte auf der Bären-Seite. Was das für uns bedeutet, womit wir in der nächsten Woche zu rechnen haben und ob es tatsächlich schon zu spät ist erfahren sie heute bei uns.
Zum Anfang der Woche bäumten sich die Bullen noch einmal auf und trieben den DAX kurzzeitig auf 4.100 Zähler heran – ich nenne sowas schlicht und ergreifend “a bounce of a dead cat”. Objektiv gesehen gibt es für Pessimisten einfach zu wenig Samen, um auf eine erfolgreiche Ernte hoffen zu können. Auf der anderen Seite blockieren sich die Pessimisten scheinbar selbst – anders wäre die Seitwärtsbewegung zum Wochenausklang nicht zu erklären, aber wovor fürchten sich die Bären?
Werfen wir einen Blick auf den Chart, welcher eine Theorie birgt:
Diejenigen unter ihnen die uns regelmäßig lesen, gar unseren Newsletter oder Börsenbrief beziehen erinnern sich vermutlich daran als wir auf das abprallen des deutschen Aktienindex an der oberen Parallele des mittelfristigen Trandkanals spekulierten. Das Volumen war einfach zu dünn, noch dazu hätte ein Ausbruch gegen einige charttechnische Regeln verstoßen. Wir wiesen außerdem darauf hin, dass sollte sich unsere Theorie bestätigen, würde ein Stein auf der Verkäufer-Seite ins rollen gebracht werden, welcher eine Dynamik aufbauen könnte um die 4.000er Marke mit hoher Wahrscheinlichkeit zu brechen – das trat nun auch ein.
Das bestätigt die Pessimisten, was aber beunruhigt sie?
Die Abwärtsfahrt war zu rasant, zu steil und zu stark. Eine Überhitzung war sehr schnell erreicht und wird den Index nun recht bald zu einer Erholung zwingen. Fakt ist, je weiter die Bären den Kurs drücken, desto stärker fällt der Gummiband-Effekt und somit die Erholungsbewegung aus. Die Verkäufer warten ab und rechnen mit günstigen Einstiegsgelegenheiten für neue Put-Positionen.
Momentan ist unsere Prognose dahingehend, dass wir zumindest noch einmal um die 4.000 kämpfen werden, wenn nicht sogar kurzfristig übersteigen. Das würde aber einiges an Energie kosten und ein überverkauftes Verhältnis wäre sehr schnell wieder erreicht, welche die Verkäufer erneut auf den Plan ruft.
Fazit:
Wir rechnen auf jeden Fall mit einer Erholung, zumindest aus Indikatoren-Sicht. Diese dürfte jedoch nicht die Euphorie mit sich bringen, wie sie es sich einige Optimisten vielleicht erhoffen. Vielemehr gehen wir in den weiteren Wochen mit weiteren Kursverlusten und einem eventuellen Test des Bereichs um 3.500 Zähler aus.









