9. Februar 2012

DAX zum Wochenabschluss im Chartcheck

Die Rallye kommt ins stocken und hat scheinbar ihre Wiederstände, als auch Unterstützungsbereiche abtasten können. Was uns nun in der nächsten Woche erwartet, ob die Aufwärtsbewegung anhalten kann und welches Potenzial noch im steckt – das erfahren sie heute bei uns.

Der DAX setzte in dieser Woche kurzzeitig seine aggressive Rallye fort und verlangte den Bären einiges an Energie und Nerven ab. Es war/ist ein harter Kampf, welcher da tobt und seine Kreise immer weiter zieht. Angefeurt wird die brachiale Gewalt durch Gerüchte, gezüchtete Euphorie und Rettungspläne. Was nun letztendlich von alledem bleibt wird sich früher oder später zeigen, aber es liegt in der Natur der Sache, dass man die Zwischenzeit für sich, bzw. sein Depot nutzen möchte.
Abschließend, bevor wir zur kommen, möchte ich nochmals betonen, dass ich kein grundlegener Pessimist, sondern lediglich Realist bin. Ich halte mich an das, was mir vorgesetzt wird und das ist, objektiv betrachtet, eine mehr als instabile Wirtschaftslage. Es liegt mir fern den Markt krampfhaft schlecht zu reden, im Gegenteil! Jedoch einen Anlass das Gegenteil zu tun sehe ich derzeit leider nicht.


Der DAX ist und bleibt bearisch

powered by tradesignalonline.com

powered by tradesignalonline.com

Im Vergleich zum Chart von Montag hat sich eine kleine, aber feine Änderung ergeben. Der kurzfristig steile Aufwärtstrend (schwarz durchgezogen) wurde gebrochen und lässt das erste Bärengebrüll ertönen. Der DAX hat für die kommende Woche die einmalige Chance diesen Aufwärtstrend zu verlagern, bzw. abzuflachen (schwarz gestrichelt). Hierfür wäre es unabdingbar, dass er diesen bestätigt und nicht bricht. Gelingt es ihm sich durchzusetzen, so könnte man das nächste GAP bei ~ 3.950 Zählern ins Gespräch bringen. Hier sollte man aber spätestens erwägen sich von seinen Long-Positionen zu trennen, denn eine Erholung wäre das Ende dieser Rallye und würde somit einen regelrechten Kurssturz nach sich ziehen.
Das Alternativ-Szenario könnte so aussehen, dass gleich zu Beginn der neuen Woche der „neue Aufwärtstrend“ nach unten geknackt und das GAP um 4.090 Punkten geschlossen wird. Bis hier hin darf von einer Korrektur gesprochen werden. Setzen sich aber die Bären durch und drängen den Index auf Tagesbasis bis 3.900 zurück, so wären die Bullen definitiv wieder in der Unterzahl und treten höchst wahrscheinlich den Rückzug an – Realistisches Ziel wäre dann ein erneuter Test des Tiefs bei 3.600 Zählern.
Unterm Strich gesehen sprechen die meisten Fakten (Charttechnik, Indikatoren, Marktstimmung) für das Alternativ-Szenario. Da wir uns in einer Bärenmarktrallye befinden, ist das schlimmste noch nicht durchgestanden. Eine Korrektur kann sich blitzartig wieder in eine Rallye gen Süden entwickeln.

Fazit:
Daytrader können es wagen kurze Long-Positionen aufzubauen, sofern sich der „neue Trend“ nachhaltig etabliert hat. Enge Stopps unterhalb der unteren Trend-Parallele sollten aber in jedem Fall platziert werden. Positions-Trader rüsten sich laut dem Bull-Bear Indikator wieder für eine Fahrt in den Süden. Es wird also eine Frage der Zeit sein, bis die Kurse wieder nachgeben werden.

Teile Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • TwitThis

Finanzen:

Speak Your Mind

*