Wir konnten den DAX über 4.600 Punkten abschließen und freuen uns über einen insgesamten recht soliden Zugewinn. Es bahnt sich jedoch ein kleines Unwetterchen an der Börsenfront an, was vorallem den Daytradern unbehaglich werden kann. Was geschehen kann und ob sie einen Regenschirm brauchen werden, erfahren sie heute bei uns.
Sehr geehrte Leser und Leserinnen,
so langsam scheinen sich die Märkte wieder gefangen zu haben, obwohl dazu gesagt werden muss, dass wir noch nicht ganz über den Berg sind, solange wir diese Dynamik nicht über das kommende Sommerloch beibehalten können. Der Mai nähert sich in großen Schritten und läutet ein alt bekanntes Sprichwort ein: „Sell in may and go away but remember be back in september“ (dt. Verkauf im May und halte dich fern, aber vergiss nicht im September wieder da zu sein). Woher dieses Sprichwort stammt ist einfach erklärt: Die großen, sprich verantwortlich Headtrader aller Fonds, Zertifikate und Unternehmen sind über den Sommer meist im Urlaub und erholen sich von den Strapazen. Folge ist ein flacher, ja sogar teilweise negativer Markt aufgrund des geringen Volumens.
Letztes Jahr sah das etwas anders aus. Da war nichts mit Urlaub oder ähnlichem. Alleine aus meinem Kollegenkreis war es keine Seltenheit eine Sonderschicht einzulegen und die Stundenzahl pro Tag auf 18 Std. hoch zu drehen. Und die, die es tatsächlich gewagt haben in die Sonne zu fahren, erlebten entweder ihr blaues Wunder bei ihrer Rückkehr, oder waren flat (keine Positionen im Depot).
Nun, wie dem auch sei. Es sollte nun bei ihnen keine Verwirrungen mehr geben, sollte sich über den Sommer nur wenig tut an den Börsen.
Als erstes nehmen wir uns den kurzfristigen Chart (Tageschart auf 3-Monatsbasis) vor. Interessant ist dieser Chart vorallem für Daytrader und Positionstrader mit einem Anlagehorizont < 1-2 Wochen.

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Zum Wochenabschluss hat es der DAX tatsächlich geschafft und noch einmal die letzten Kraftreserven mobilisiert. Angekommen am absoluten 3-Monatshoch wird sich nun entscheiden, ob die Kraft ausreicht oder nicht. Es stehen uns als genau zwei Optionen offen:
Bullisch: Wir packen den Wiederstand und die damit verbundene Chance auf einen positiven deutschen Markt beim Schopf. Ein neues Hoch wäre eine Bestätigung für die laufende Bewegung und könnte uns über den von Herrn Dlugi erwähnten Berg helfen.
Bearisch: Wir erreichen kein neues Hoch, bzw. prallen am Hoch ab und drehen um. Das wäre zwar nicht das Ende der Rallye, aber wurde zumindest eine kurze Korrektur-Phase einläuten. Diese Korrektur könnte den Index bis in den Bereich der 4.400 Zähler zurück drängen. Auf diesem Niveau würde sich ggf. wieder ein exzellenter Einstiegszeitpunkt für neue Long-Positionen ergeben.
Zum Abschluss noch der 1-Jahreschart auf Wochenbasis. Hier wird gleich ersichtlich, dass die momentane Rallye nichts weiter ist als einer von vielen Tropfen im Meer. Wir haben noch eine ganze Menge Arbeit vor uns, bis wir da hin kommen wo wir hin wollen.

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Nun zum ungemütlichen Teil des heutigen Newsletters:
Das aktuelle Wochen-Bar gefällt mir ganz und gar nicht. Verglichen mit identischen, bzw. ähnlichen Bars aus der Vergangenheit, prognostiziert es uns eine negative Anschlusswoche. Freilich kann man diese Formation alleine nicht als Signal bewerten, jedoch würde sich das mit den meisten Indikatoren decken, welche nun schon seit Wochen aus dem letzten Loch pfeiffen.
Es gibt natürlich für jedes kleine Problem auch eine Lösung. In diesem Falle wäre es die Tatsache, dass die kommende Wochen über der momentanen schließt. Dies würde zumindest erst einmal den Druck der Wiederstandszone neutralisieren und gleichzeitig die ekelhafte Formation plätten. Die Indikatoren würden zwar vorerst in ihren heißen, überhitzten Kessel sitzen bleiben, was aber kein wirkliches Problem darstellen würde.
Fazit:
Eine Korrektur über die nächste Woche sollte nicht überraschen. Ich würde trotzdem auf gar keinen Fall eine Short-Position erwägen, solange der kurzfristige Aufwärtstrend intakt ist. Ein Volatiler Tag könnte jeden Stopp bzw. K.O. auslösen und ihnen Verluste einbuchen.
Unsere Börsenbrief-Leser sollten bitte, sofern noch nicht geschehen dem heutigen Market-Alert Beachtung schenken (Verkauf TecDAX Long Position, SL nachgezogen auf Fresenius Long).







