Den Anfang machen wir wie gewohnt mit dem Tageschart auf 3-Monatsbasis. Diese Zeitperiode ist speziell für kurzfristig orientierte Trader interessant, da sich relativ häufig Signale und Formationen ergeben, die sich leicht traden lassen.

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Vielleicht erwägt es der DAX30 nun doch noch vor dem Sturm auf die 5.000er Marke in eine kleine Ruhephase zu wechseln. Ich persönlich würde dieses Szenario auf jeden Fall begrüßen, denn es ist kein Geheimnis, dass ein ausgebrannter (übergekaufter) Markt nicht mehr genügend Ressourcen zur Verfügung hat, um eine so psychologisch starke Hürde nehmen zu können. Alternativ wäre eine Pause, in der sich der Markt rehabilitieren kann wünschenswert, denn im Anschluss daran kann ruhigen Gewissens aus den vollen geschöpft werden. Kurzfristig sehe ich also eine kleine Korrektur-, bzw. Seitwärtstendenz im Markt, bevor wir uns auf ein Geplänkel um die 5.000 einlassen. Aufgrund des abflachenden Volumens (Sell in May and go away?) kann mit einer geringeren Volatilität als in den vergangenen Monaten gerechnet werden – Rücksetzer bis 4.755/685 sollten dennoch nicht überraschen.
Zusammengefasst:
Ich würde eine Korrektur bis in den Bereich 4.755/685 einem voreiligen Angriff auf die 5.000 auf jeden Fall vorziehen, da der Markt schwer überkauft ist. Die Wahrscheinlichkeit eines Durchbruchs die sich daraus ergeben kann ist aufgrund ihrer potenziellen Schlagkraft unwahrscheinlich höher, als ein direktes Gestichel um den runden Tausender.
Fazit:
Die Indikation auf mittelfristige Sicht ist und bleibt bullisch sofern die 4.000 nicht aufs Korn genommen wird. Hier bündeln sich bereits wieder die ersten Nervenstränge nach dem brutalen Durchschlag vom 23.02.09 und versorgen den DAX mit wichtigen bullischen Impulsen.
Kurzfristig gesehen sollten wir uns primär darauf konzentrieren wie sich der DAX beim Erstkontakt mit der runden 5.000 verhält. Daytrader sollten daher nur sehr kleine Positionen mit engen Stopps eingehen, bis sich der Krisenherd abgekühlt hat. Spekulativ ausgerichtete Trader könnten einen Rücksetzer für günstige Einstiegsgelegenheiten nutzen. Konservativen Spekulanten wäre angeraten abzuwarten bis sich die Fronten klar geordnet haben.
Short-Positionen schließe ich persönlich komplett aus, da es gerade in solch einer Phase mehr als riskant ist sich gegen den Trend zu stellen.
In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen einen guten Start in die Woche.







