Die in unseren Börsenbriefausgaben lange prognostizierte Erholung an den Märkten fand in der letzten Woche statt. Klar war von vornherein, dass eine Erholungsbewegung mindestens genauso stark ausfallen würde, wie die vorangegangenen Negativnotierung.
DAX zündet den Turbo
Der deutsche Aktienindex hat innerhalb von drei Handelstagen sein Minus von rund 500 Zählern wieder wett gemacht und katapultierte sich kurzzeitig wieder über 6500 Punkte. Kurz bevor der Rebound einsetzte informierten wir unsere Leser darüber, dass sich recht bald wieder interessante Einstiegsgelegenheiten zum Aufbau von Short-Positionen ergeben werden – unsere Prognose lag bei einem Niveau von ca. 6500/50.
Abgesehen davon, dass eine Verschnaufpause rein charttechnisch längst überfällig war, sorgten auch eine Menge Wirtschaftsdaten aus den USA und der extrem fallende Ölpreis für den nötigen Rückhalt.
Nachdem sich der DAX aber nicht nachhaltig behaupten konnte und ein Opfer seiner selbst wurde, fiel er zum Wochenschluss auf 6430 Punkte zurück.
In der kommenden Woche wird sich vermutlich entscheiden in welche Richtung es vorerst weitergehen wird. Aus rein charttechnischer Sicht zeigt der Kompass wieder gen Süden und prognostiziert uns mindestens einen weiteren Test der runden 6000er Barriere. Sollte es tatsächlich so weit kommen, ist ein Rücksetzer bis auf 5800 Punkte wieder Basis einer Spekulationsdiskussion. Hier verläuft nach der 6000er Marke der nächste wirklich nennenswerte Unterstützungsbereich, welcher den deutschen Aktienindex auffangen könnte.
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Neues Tiefdruckgebiet in Reichweite
Im Laufe der kommenden Woche stehen uns Konjunkturdaten aus den USA und Europa bevor. Als schlechte Indikatoren dürften das Ifo Geschäftsklima und der US-Häusermarkt aus der vergangenen Woche dienen.
Gleich am ersten Tag der Woche, am Montag, erwartet uns ein wirklicher Dampfhammer. Sollte das GfK Konsumlkima tatsächlich wie prognostiziert (3,5) ausfallen, wäre das eine Verschlechterung von 0,4 im Gegensatz zum Vormonat. Gründe sind schnell gefunden, denn die Inflation und die schwache Konjunktur sindder Wirtschaft ein Klotz am Bein.
Am Dienstag stehen uns die Verbraucherpreise in Deutschland bevor. Zwar tendieren die Prognosen auf leicht positiv, das sollte aber kein Grund zur absoluten Euphorie sein. Ebenfalls am Dienstag wird der Case-Shiller-Hauspreisindex veröffentlich und sorgt schon mit seiner Prognose (-16%) für einen faden Beigeschmack. Der krönende Abschluss an diesem Tage wird das US-Verbrauchervertrauen sein – auch hier stehen die Prognosen auf rot.
Da wir am Mittwoch mit Zahlen verschont bleiben, muss es am Donnerstag ja recht happig kommen. Die Entwicklung der Inflation wird veröffentlicht und auch hier braut sich was zusammen. Die Prognosen liegen bei 4,2 Prozent zu einst 4,0 Prozent. Damit nicht genug, denn auch der Chicago Einkaufsmanagerindex wird am Donnerstag bekanntgegeben und wie sollte es anders sein – auch hier sieht es mehr nach Schatten, als nach Sonne aus.
Den Abschluss der Woche bieten uns der US-Arbeitsmarktbericht und der ISM Index für das verarbeitende Gewerbe. Da der Stellenabbau in den USA unentwegt zunimmt dürften wir von dieser Seite genauso wenig erwarten wie von den Zahlen des ISM Index.
Eine turbulente Börsenwoche steht uns bevor und wird zumindest der Stock Picker Trading Redaktion kaum eine Überraschung bieten können. Ein solcher Markt, wie wir ihn momentan haben bietet einen saftigen Nährboden für den Aufbau neuer Positionen. Wir beobachten das Geschehen und agieren, bevor wir reagieren müssen.
In diesem Sinne wünschen wir eine erfolgreiche Börsenwoche
Unberechenbare Börsen?
28. Juli 2008 By Leave a Comment







