Seit Tagen haut es uns regelrecht die Kurse um die Ohren. An den Pranger werden “mal wieder” die mittlerweile allseits bekannten Finanztitel gestellt. Bereits vor zwei Monaten berichteten wir in einer unserer Ausgaben über den “Pleitegeier, welcher noch immer am Himmel kreist”. Fakt ist, dass dieser Geier noch nicht vom Himmel geholt wurde, was Lehmann und Merril Lynch zum Verhängnis wurde.
Das Thema Finanzkrise flimmert nun ständig über den Ticker namenhafter Nachrichtensender und wird zum liebsten Kind der Quotenjäger, denn jeder möchte schließlich informiert sein und die Informationen möglichst als erster erhaschen.
Die Erfahrung unserer Redaktion hat nun einmal wieder gezeigt, dass es nicht alleine daran liegt Daten, Zahlen und Fakten richtig zu interpretieren, sondern vielmehr die Zeit und die dazugehörige Disziplin für sich arbeiten zu lassen. Das wohl beste Beispiel hierfür ist die aktuelle Situation, aber sehen sie selbst:
Rückblick
Anfang Mai hat die Stock Picker Trading Redaktion darauf hingewiesen, dass mit dem abprallen des Kursverlaufs am negativen Abwärtstrendkanal eine weiter anhaltende und durchaus langatmige Abwärtsfahrt möglich ist (Punkt 1 in der Grafik). Im Anschluss daran testete der deutsche Aktienindex tatsächlich sein Jahrestief an und startete daraufhin einen erneuten Angriff auf den Abwärtstrend. Unserer Redaktion war zu diesem Zeitpunkt klar, dass sollte dieser Rush erneut erfolglos bleiben, die Märkte rasant einbrechen können.
Anfang September dann war es soweit. Die Bullen schlugen die Hände über dem Kopf zusammen und die Stock Picker Leser freuten sich über das Agressionspotenzial der im Depot liegenden Short Zertifikate (Punkt 2 in Grafik) und die damit verbuchten Gewinne. Es war also nichts überraschendes an dem was aktuell von den Medien als Crash aufgebauscht wird. In den Augen der Stock Picker Trading Redaktion war dieses Szenario absolut hervorsehbar, der Zeitpunkt wann es aber geschieht undefinierbar.
Wie geht es weiter
Das Potenzial der Bären ist noch immer vorhanden und könnte den DAX innerhalb weniger Tage auf 5800 Punkte abtauchen lassen. Hält diese Marke nicht heißt die nächste Station 5500 Zähler! Den Optimisten sei Vorsicht geraten, denn voreiliges handeln ist an dieser Stelle absolut unangebracht.







