Die wichtigsten Begriffe
Basiswert: Aktie, Aktienindex, Wechselkurs oder Terminkontrakte auf Anleihen und Rohstoffe,die mit dem Optionsschein bezogen werden können.
Basispreis: Preis, zu dem durch Ausübung der Option der Basiswert zukünftig gekauftoder verkauft werden kann.
Fälligkeitsdatum: Zeitpunkt, an dem das Optionsrecht erlischt.
Kaufoptionsschein oder Call: Option auf den Kauf eines Basiswerts.
Verkaufsoptionsschein oder Put: Option auf den Verkauf eines Basiswerts.
Bezugsverhältnis: Anzahl der Optionsscheine, um einen Basiswert kaufen oder verkaufenzu können.
Im Geld stehende Option: Call, bei dem der Basiswert über dem Basispreis notiert.Put, bei dem der Basiswert unter dem Basispreis notiert.
Am Geld stehende Option: Call oder auch Put, bei dem der Basiswert nahe dem Basispreisnotiert.
Aus dem Geld stehende Option: Call, bei dem der Basiswert unter dem Basispreisnotiert. Put, bei dem der Basiswert über dem Basispreis notiert.
Das prozentuale Aufgeld gibt an, um wie viel Prozent der Basiswert bis zum Laufzeitende bei einem Call mindestens steigen und bei einem Put mindestens fallen muss, damit die Position am Laufzeitende ohne Verlust – aber auch ohne Gewinn – für den Käufer des Optionsscheins ausläuft.
Der Grund: Steigt die Aktie genau um diesen Prozentsatz, dann stimmen bei Laufzeitende Optionsscheinkurs und innerer Wert überein.Zur Beurteilung, ob ein Aufgeld angemessen ist, muss auch noch die Laufzeit berücksichtigt werden. Ein prozentuales Aufgeld von zehn Prozent ist anders zu beurteilen, wenn ein Optionsschein statt einer Laufzeit von einem Jahr eine Laufzeit von zwei Jahren hat. Längere Laufzeiten rechtfertigen höhere Aufgelder. Daher schauen Investoren auch auf das Aufgeld pro Jahr. Beim jährlichen Aufgeld wird das Aufgeld durch die Restlaufzeit in Jahren dividiert. Anhand des jährlichen Aufgelds lassen sich Optionsscheine auf einen Basiswert mit unterschiedlichen Laufzeiten vergleichen. Die Berechnung des Aufgelds pro Zeiteinheit verschafft Anlegern einen ersten Überblick, welche Optionsscheine basierend auf ihren Kurserwartungen eine Chance auf hoheGewinne bieten. Der Hebel macht die Musik Anleger zahlen ein Aufgeld, erhalten dafür aber Hebelkraft. Der Hebel gibt Anlegern die Möglichkeit, von Kursentwicklungen überdurchschnittlich zu profitieren. Wenn beispielsweise eine Aktie um ein Prozent steigt, kann der Kaufoptionsschein um mehrere Prozent zulegen. Das Verhältnis zwischen prozentualer Kursveränderung des Optionsscheins und prozentualer Kursveränderung des Basiswerts entspricht der Hebelkraft des Optionsscheins (Omega).
Omega =(Veränderung des Optionsscheinkurses / Optionsscheinkurs) / (Veränderung des Aktienkurses /Aktienkurs)
Mit Hilfe dieser Gleichung wird das Omega als korrekter Hebel berechnet. Häufig wird in der Praxis die Berechnung des Hebels vereinfacht. Es wird unterstellt, dass der Wert des Basiswerts und der Wert des Optionsscheins um den gleichen Betrag schwanken (Veränderung des Optionsscheinkurses). Damit kürzen sich in der Gleichung die beiden Kursveränderungen heraus. Stehen bleibt der Wert des Basiswerts dividiert durch den Optionsscheinkurs.







