Viele Leute, insbesondere junge Arbeitnehmer, können es sich kaum vorstellen, einmal berufsunfähig zu werden – das heißt, dass sie in ihrem erlernten Beruf nicht mehr tätig sein können. Dabei zeigen Statistiken genau das Gegenteil: Jeder vierte Erwerbstätige muss aufgrund einer Berufsunfähigkeit seinen Arbeitsplatz früher verlassen als gewollt. Dabei ist die Vielfalt der Gründe groß und reicht von Krebserkrankungen über Rückenbeschwerden bis zu Herzbeschwerden und immer häufiger über psychische Erkrankungen – nicht zuletzt, weil die Belastung am Arbeitsplatz immer größer wird.
Daher ist es nicht weit hergeholt, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung eine der wichtigsten Versicherungen ist. Oft stehen betroffene ohne eine private Vorsorge mittellos da. Die staatliche Invalidenrente, auch bekannt als Erwerbsminderungsrente, leistet eben nur dann Beihilfe, wenn der Betroffene auch wirklich erwerbsunfähig ist. Also nur dann, wenn man überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben kann. Im Durchschnitt beträgt die monatliche Rente nur zwischen 800 und 900 Euro – in den alten Bundesländern gar nur zwischen 600 und 700 Euro.
Um so ein niedriges Einkommen zu verhindern, hilft die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die BU-Versicherung ersetzt den Verdienstausfall und springt dann ein, wenn der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Normalerweise legt der Versicherte beim Abschluss der BU-Versicherung die monatliche Berufsunfähigkeitsrente fest. Diese dient dazu, dass im Falle einer Berufsunfähigkeit wenigstens der finanzielle Standard einigermaßen erhalten bleibt.
Die Versicherungsgesellschaften bieten heute verschiedene Varianten zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Sehr beliebt ist hier die Kombination einer Risikoversicherung und BU. Denn die Risiko-Lebensversicherung ist im Todesfall die Absicherung für die Hinterbliebenen. Ein weiterer Vorteil bei dieser Kombination ist, dass im Fall einer Berufsunfähigkeit die Lebensversicherung beitragsfrei ist. Daher bleibt der Versicherungsschutz auch ohne weitere Beitragszahlungen bestehen und der Versicherte muss die Absicherung seiner Familie aus finanziellen Gründen nicht aufgeben. Die Kombination dieser Versicherung ist in der Regel kaum teurer als die reine BU-Versicherung.
Die private BU-Versicherung ist für jeden notwendig, der von seinem Einkommen leben muss und sich auf eine längere Zeit nicht auf sein privates Vermögen stützen kann. Denn falls die Erwerbsminderungsrente einmal ausbezahlt wird, deckt diese nur einen kleinen Teil des Finanzbedarfs. Um eine geeignete BU-Versicherung abzuschließen, benötigt diese eine objektive Beratung.
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